
1891 stellten sich sieben Waldbreitbacher Franziskanerinnen dem Vermächtnis der Witwe von Bürgermeister Joseph Klein, die das St. Josefshaus der katholischen Kirchengemeinde als "Versorgungsanstalt für verwahrloste Kinder, Waisenkinder und alte Leute" vermachte.
Als 1927 der gesamte Besitz bis auf die Grundmauern niederbrannte, wurde das St. Josefshaus von den Waldbreitbacher Schwestern neu errichtet und diente mit bis zu 60 Plätzen hauptsächlich als Genesungsheim für Lungenkranke bzw. Sanatorium für Rekonvaleszenten.
1969 musste die Ordensgemeinschaft wegen Schwesternmangel ihre Neustädter Niederlassung aufgeben. Das St. Josefshaus wurde im Sinne seiner Stifterin ein Alten- und Pflegeheim, für dessen Leitung 1972 Schwestern vom Missionsorden "Unserer Lieben Frau von Afrika" gewonnen werden konnten. Ebenfalls wegen Nachwuchsmangel musste auch dieser Orden sich 1987 aus Neustadt zurückziehen. Seit dieser Zeit arbeiten indische Ordensschwestern im St. Josefshaus.
Nach der grundlegenden Modernisierung in den Jahren 1989 bis 1995 übergab die Verbandsgemeinde Asbach das Alten- und Pflegeheim St. Josefshaus zum 1. Januar 1997 in die Trägerschaft der Marienhaus GmbH Waldbreitbach.